Rügen – eine kulinarische Entdeckungsreise

Die größte deutsche Insel bietet nicht nur dem Naturliebhaber einzigartige Eindrücke von einer atemberaubenden Landschaft, auch Feinschmecker kommen auf der Ostseeinsel auf ihre Kosten. Auf Rügen wird die Tradition gepflegt und dazu gehört auch die Zubereitung landestypischer Gerichte nach alten Rezepten.

Und was eignet sich besser zur Bewahrung des kulinarischen Erbes als die Verwendung einheimischer Zutaten?

Fangfrischer Fisch aus Meer und Bodden

Der Fischfang war Jahrhunderte lang Haupterwerbsquelle der Einwohner Rügens. Fischer Hering und Scholle aus der Ostsee und Hecht und Zander aus den Boddengewässern bildeten eine Nahrungsgrundlage der Inselbevölkerung. Der frische Fang wird heute vor Ort verarbeitet und in Restaurants serviert oder findet als leckerer Snack im Fischbrötchen seine Abnehmer. Ein kulinarischer Höhepunkt sind die alljährlich zu Ostern stattfindenden Heringswochen auf Rügen.

Der Fisch wird gebraten, geräuchert oder eingelegt als „Rollmops“ angeboten. Die Restaurants erweitern ihre Speisekarten um zahlreiche Heringsgerichte. Nach dem Hering beginnt die Saison für den Hornhecht, auch Maifisch genannt. Die Rügener Hornfischtage beginnen jedes Jahr am 1. Mai und dauern etwa 20 Tage. Serviert nach traditioneller Rügener Art mit Stampfkartoffeln und Rhabarberkompott ist der Hornhecht eine Delikatesse.

Köstlichkeiten aus Kohl – das Highlight im Herbst

Kohl bildete neben dem Fischfang lange Zeit die Nahrungsgrundlage der Einheimischen. Zum Erntedankfest in Putgarten starten alljährlich die Kohlwochen auf Rügen. Kohleintopf, Kohlpfannen und Kohlrouladen stehen nun auf dem Speiseplan der Restaurants und Kneipen. Eine beeindruckende Vielfalt verschiedener Zubereitungsarten verwöhnt den Gaumen der Inselbesucher. In Bergen findet während dieser Wochen der Kohlmarkt statt, wo unterschiedliche regionalen Kohlsorten angeboten werden.

Fotograf: Wanke, Herbert
Bildeigner: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Foto: © Gerken & Ernst – Fotolia.com

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